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Willkommen bei der Logistik-Initiative Duisburg-Niederrhein!

Die Logistikregion Duisburg-Niederrhein ist im europaweiten Vergleich zu einem der wichtigsten Logistikstandorte herangewachsen. Um die Region mit all ihrer Kompetenz weiter zu vernetzen und zu stärekn, hat sich die Logistik-Initiative Duisburg-Niederrhein zusammengeschlossen. Ihr Ziel: Im engen Zusammenspiel zwischen Wirtschaft und Wissenschaft das fachspezifische Know-how bündeln und damit die Wettbewerbsposition des Standortes langfristig sichern.

Hier informieren wir Sie über die Schwerpunktkompetenzen der Region mit all ihren logistischen Highlights Auch Kontakte wichtiger Ansprechpartner, aktuelle Ereignisse und Veranstaltungshinweise rund um das Thema Verkehr und Logistik am Niederrhein finden Sie auf den folgenden Seiten.

Wir machen Sie außerdem mit Logistics-DU, unserer Unternehmensdatenbank, bekannt, damit Sie problemlos mit den Know-how-Trägern der Logistikregion in Kontakt treten können. Die seit Jahren etablierte Firmendatenbank ermöglicht es Ihnen, Ansprechpartner und Unternehmen gezielt nach Ihren logistischen Anforderungen zu selektieren.

Sie sind Spediteur, Logistikdienstleister, Transportunternehmer, Reeder oder Binnenschiffer? Dann platzieren auch Sie Ihr Unternehmensprofil ganz gezielt. Bieten Sie über unsere Logistikdatenbank Ihre Leistungen an und profitieren Sie von dem Kompetenznetzwerk Transport und Logistik am Niederrhein.

Klicken Sie sich durch die Angebotsvielfalt und nehmen Sie außerdem den Informationsflyer der Logistik-Initiative Duisburg-Niederrhein zur Hand. Dieser liegt hier für Sie bereit. hier.

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Der Niederrhein zählt zu den führenden Logistikstandorten in Europa. Eine besondere Schlüsselrolle nehmen die Häfen im IHK-Bezirk ein – allen voran der größte Binnenhafen der Welt in Duisburg. Doch dessen Flächen werden angesichts der explodierenden Güterverkehre knapp, während die anderen Häfen noch aufnahmefähig sind. Eine Kooperation liegt für die IHK auf der Hand. Jetzt muss der Prozess richtig in Gang kommen.

Um dem drohenden Engpass entgegenzutreten, haben die Häfen am Niederrhein ein Gutachten in Auftrag gegeben. Mit dem sogenannten Masterplan sollen Kooperationsmöglichkeiten und Synergien ausgelotet werden. Inzwischen liegen die Ergebnisse auf dem Tisch, nach rund einjähriger Bearbeitungszeit. Experten des Fraunhofer-Instituts für Materialfluss und Logistik, Dortmund, haben ihr Gutachten für eine Kooperation der Häfen vor Vertretern aus Politik, Wirtschaft und Verwaltung im Weseler Kreishaus vorgestellt. Einhelliger Tenor der Wissenschaftler bei der Präsentation der Ergebnisse: Zu einer Kooperation der Häfen am Niederrhein – darunter die Häfen in Duisburg, Orsoy und Emmerich sowie der LippeMündungsraum mit dem Stadthafen Wesel, dem Rhein-Lippe-Hafen Wesel und dem Hafen Emmelsum in Voerde – gibt es keine Alternative.

Das größte Flächenpotenzial in der Region bietet der LippeMündungsraum, der langfristig über 300 bis 400 Hektar verfügt und als einer der wesentlichen Entwicklungsschwerpunkte in diesem Zukunftsszenario gilt. Dass Flächen in dieser Größenordnung auch dringend benötigt werden, unterstreicht das Wasserstraßenverkehrs- und Hafenkonzept des Landes Nordrhein-Westfalen. Es prophezeit bis zum Jahr 2025 einen eklatanten Flächenmangel. Bis dahin werden den Berechnungen zufolge 325 Hektar in NRW fehlen. Da die Binnenhäfen am Niederrhein für die großen Seehäfen in Zeebrügge, Antwerpen, Rotterdam und Amsterdam (ZARA-Häfen) die Funktion einer sogenannten Hinterlanddrehscheibe – einer Art Verteilzentrum für dort eintreffende Güter – übernehmen, können sich die dort anfallenden Containermengen maßgeblich in der Auslastung der Häfen im IHK-Bezirk niederschlagen: Beispielsweise beabsichtigt der Hafen Rotterdam, sein Containeraufkommen bis zum Jahr 2030 zu verdreifachen. Auch in Antwerpen sind ähnliche Kapazitätsausweitungen abzusehen. Das Umschlagvolumen am Niederrhein wird in gleicher Größenordnung wachsen wie in den Seehäfen. Nach einem kurzfristigen Abflauen der Güterströme, bedingt durch die Wirtschaftskrise, wachsen die Containermengen auf den Weltmeeren bereits wieder in zweistelligen Raten. Beim Umschlag, insbesondere in den Hinterlandhäfen, sind daher schon jetzt Engpässe zu erkennen. Vor allem in Duisburg werden die Flächen knapp. Der Hafen hat in den vergangenen zehn Jahren jährlich zwischen 35 und 40 Hektar vermarktet. Die Nachfrage ist angesichts des konjunkturellen Aufschwungs unvermindert hoch. Der LippeMündungsraum bietet geradezu ideale Voraussetzungen, um die Nachfrage zu befriedigen: Mit seinen drei unterschiedlichen Standorten verfügt er über beträchtliche Flächenpotenziale. Die Vermarktung im Fahrwasser des Duisburger Hafens lief in der Vergangenheit allerdings eher schleppend. Trotz bedeutsamer Ansiedlungen wie der Logistics Group International (LGI) oder der Jerich GmbH wurde das Potenzial bei weitem nicht ausgeschöpft.

Dabei käme gerade der Duisburger Hafen mit seiner Erfahrung in der internationalen Vermarktung als Partner für den Lippe- Mündungsraum in Betracht. Die IHK hat aufgrund des Flächenengpasses in Duisburg schon früh darauf hingewiesen, dass eine Häfenkooperation am Niederrhein für die weitere Entwicklung des Standortes Pflicht ist. Die Landesregierung hat diesen Aspekt ebenfalls aufgegriffen und im Rahmen des „Clusterwettbewerbs Logistik“ den Masterplan Häfenkooperation Niederrhein gefördert. Konkret wird mit dem Plan eine strategische Neuausrichtung der Häfen, vor allem im LippeMündungsraum, anvisiert. Der Plan soll darüber hinaus auch als Grundlage für eine marktorientierte Entwicklung von Hafeninfrastrukturen dienen. Gleichzeitig bildet er den Ausgangspunkt für die Entwicklung eines Leitfadens zur Positionierung der Häfen im internationalen Logistikmarkt. Hierzu sollen noch notwendige Einzelmaßnahmen und Investitionen in die Infrastruktur erarbeitet werden.

Wie das Gutachten zeigt, ergibt sich ein zusätzliches Potenzial von rund elf Millionen Tonnen jährlich, die bis zum Jahr 2025 in den niederrheinischen Häfen umgeschlagen werden können. Schwerpunkte bilden dabei der Bereich der Agrargüter mit 700 000 Tonnen, der Container-, Stückgut- und Schwergutverkehr mit drei Millionen Tonnen, sowie – aufgrund der Kraftwerksplanungen im Ruhrgebiet – die Kohle mit zirka sieben Millionen Tonnen. Hieraus ergeben sich auch die Güterschwerpunkte für die weitere Entwicklung im LippeMündungsraum. Die Häfen sollen aber auch regionale Verteilerfunktionen übernehmen. Weitere Chancen bieten sich für die Ansiedlung von Logistik-Dienstleistern. Sie sorgen für ein hohes Maß an Wertschöpfung und Beschäftigung. Langfristig sehen die Gutachter auch die Möglichkeit, ein Binnenschiffs-Megahub (ein Terminal für den Containerumschlag von Binnenschiff zu Binnenschiff) einzurichten. Dies setzt jedoch große Mengenvolumen voraus, die sich allenfalls langfristig realisieren lassen werden. Ausgehend von diesen Rahmenbedingungen empfehlen die Gutachter, die Entwicklung der Häfen Duisburg, Orsoy und Emmerich eigenständig von der Entwicklung der Häfen des Lippe- Mündungsraumes weiterzuführen. Ergänzende Logistik-Dienstleistungen, beispielsweise Binnenschiffs- oder Bahnshuttle, könnten die logistische und ökonomische Leistungsfähigkeit der Region beschleunigen. Für den Stadthafen Wesel wird ein Agrarterminal vorgeschlagen, für den Hafen Emmelsum ein Ausbau der Containerkapazitäten ins Spiel gebracht. Hier schlägt die Firma Jerich bedeutsame Mengen Papier für den europäischen Markt in Containern um. Optional sieht der Masterplan ein Kohleterminal für den Rhein- Lippe-Hafen vor, in einer zweiten Stufe könnte dort auch ein Universalterminal einschließlich Containerumschlag entstehen. Für die infrastrukturelle Erschließung ist der Bahnanschluss des Rhein-Lippe-Hafens ganz wesentlich. Darüber hinaus ist aus Sicht der Gutachter eine Kernkooperation, bestehend aus den Häfen im LippeMündungsraum und einem international bekannten Partner, zwingend. Für diese Terminalentwicklung sind Gesamtinvestitionen von insgesamt 100 Millionen Euro erforderlich, davon über 31 Millionen Euro für die Infrastruktur.

Quelle: "Thema Wirtschaft", Ausgabe Juli/ August 2010

Ansprechpartner bei der IHK: Werner Kühlkamp, Telefon 0203 2821-278, E-Mail kuehlkamp@niederrhein.ihk.de.

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